Autan ist nicht gleich Autan

Der Insektenschutz Autan™ wurde viele Jahre lang über die Pharmafirma Bayer vertrieben. Er enthielt zuerst die Substanz DEET, die in den USA während des Zweiten Weltkrieges zum Schutz der Soldaten gegen Moskitos entwickelt worden war. Bayer hat dann später eine neue Substanz gegen Mücken entwickelt, Bayrepel, ein Piperidinderivat. Vergleichende Untersuchungen der Wirksamkeit gegen die verschiedenen Schadinsekten ergab eine gleichgute Wirksamkeit wie mit DEET. Die Marke Autan wurde später von Bayer an den US Konzern Johnson verkauft, der verschiedene Haushaltsreiniger anbietet. Seitdem wird die Marke Autan über diese Firma Johnson in Erkrath in Deutschland vertrieben. Die Marke Autan kann 2 verschiedene Substanzen enthalten, das alte DEET und die neue Substanz Bayrepel. Beide Substanzen sind gleichwertig in der Wirkung gegen verschiedene Mückenarten und Zecken. Der Unterschied liegt in den Nebenwirkungen. DEET riecht unangenehm, es kann Kunststoffe angreifen und zerstören, wenn man z.B. mit der Hand, an der sich DEET befindet die Tastatur eines Laptop berührt oder die Bügel der Brille. Bayrepel riecht angenehm, hat keine Auswirkungen auf Kunststoffe. Als Schutz gegen die Malariamücken empfiehlt sich die Kombination von DEET mit einem Insektizid zur Imprägnierung von Kleider. Diese Kombination wird von Nobite™ als Nobite Hautspray und Gel  sowie Lösung zur Imprägnierung angeboten. Mit dieser Lösung, die Permethrin enthält,  können auch Moskitonetze imprägniert werden. Wenn der Reisende Autan im Ausland kauft, soll er sich vergewissern, welcher Inhaltsstoff enthalten ist, DEET oder Bayrepel. Durch den Geruch kann dieses schon festgestellt werden. Wer den Geruch von DEET nicht mag, kann Autan mit Bayrepel für die Haut verwenden und NoBite Lösung zur Imprägnierung der Hemden.


Dr. Manfred Peters
Internist/ Pneumologie, Tropenmedizin
Nordalbingerweg 18
22455 Hamburg